Sturzprophylaxe im Alter: 5 Möglichkeiten um das Zuhause sicherer zu machen

Gerade im höheren Lebensalter steigt das potentielle Sturzrisiko sehr stark an. Ein Sturz kann oft zu schweren Komplikationen führen. Aufgrund der abnehmenden Knochendichte im Alter resultiert aus einem Sturz oft ein Bruch (zB. Oberschenkelhalsbruch) mit anschließendem Krankenhausaufenthalt. Durch die bettlägerigkeit wird das Risiko auf eine schwere Lungenentzündungen erhöht. Ein Teufelskreislauf.

Deswegen sollte man den Fokus in die Sturzprophylaxe legen.  Viele Stürze passieren im eigenen Zuhause. Folgende Möglichkeiten zur Sturzprophylaxe sind schnell und einfach umsetzbar:

 

1. Das passende Schuhwerk – auch zuhause

Einfach aber effektiv- das passende Schuhwerk kann zur Sicherheit im Alltag beitragen. Vor allem geschlossene Schuhe mit einem festen Schuhwerk bieten den nötigen halt. Vermeiden Sie Schuhe mit einem hohen Absatz sowie loses Schuhwerk (“Schlappen”).

Alternativ können auch Socken mit einer Anti-Rutsch Sohle getragen werden.

 

2. Stolperfallen beseitigen

Ein sehr wichtiger Beitrag zur Sturzprophylaxe ist das beseitigen von Stolperfallen im Haushalt.

  • Achten Sie darauf, dass keine Gegenstände am Boden herumliegen. Auch Verlängerungskabel können das Sturzrisiko erhöhen.
  • Vor allem Schuhe sollten sicher in einem Kasten verstaut werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass viele Stürze unter anderem durch frei herumstehende Schuhe verursacht werden.
  • Auch von Teppichen Vorleger geht ein Sturzrisiko aus. Diese sollten am besten ganz entfernt oder zumindest mit Anti-Rutsch Unterleger gesichert werden. Die Kanten des Teppichs können auch mit einem doppelseitigen Klebeband fest am Boden verankert werden.
  • Türschwellen sind ebenfalls häufige Stolperfallen. Wenn diese nicht entfernt werden können, sollten sie zumindest farblich hervorgehoben werden (z.B. mit einem gefärbten Klebeband).

 

4. Ausreichende Beleuchtung

Vor allem Nachtlichter können die Sicherheit erhöhen. Auch automatische (sensorgesteuerte) Beleuchtung kann heutzutage relativ günstig und schnell nachgerüstet werden. Diese bietet den Mehrwert, dass man nicht in Dunkelheit erste den Lichtschalter suchen muss.

 

5. Achtung Stufen!  Treppen sichern

Vor allem Treppen bieten bei eingeschränkter Mobilität im Alter ein gewisses Sturzrisiko. Eine schnelle und einfache Möglichkeit die Sicherheit bei Treppen zu erhöhen sind Anti-Rutsch-Klebebänder. Diese werden direkt auf der Stufe angebracht. Die Kanten bzw. Ränder der einzelnen Stufen sollten mit Signalfarbe hervorgehoben werden (z.B. wieder mit einem gefärbten Klebeband).

Haltegriffe an der Wand können die Sicherheit beim Treppensteigen zusätzlich stark erhöhen.

 

6. Badezimmer optimieren

Viele Stürze passieren im heimischen Badezimmer. Aber auch hier gibt es schnelle und einfache Möglichkeiten der Optimierung.

  • Badvorleger bzw. Badematten sollten entfernt werden. Stattdessen können Anti-Rutsch-Matten das Sturzrisiko im Bad erheblich minimieren.
  • Für mehr Sicherheit können auch Haltegriffe sorgen (vor allem beim Einstieg in die Badewanne). Ebenfalls eine sehr günstige wie auch lohnende Investition sind (aufsteckbare) Toilettensitzerhöhungen. Bei eingeschränkter Beweglichkeit erleichtern diese das Hinsetzen und Aufstehen bei Toilettengang.
  • Eine sehr lohnenswerte Investition kann ein aufblasbares Badekissen sein. Dieses Hilfsmittel erhöht nicht nur die Sicherheit beim Baden, sondern vereinfacht vor allem die Körperhygiene. Gerade die Möglichkeit auch bei eingeschränkter Mobilität im Alter noch ein Vollbad genießen zu können, kann die Lebensqualität deutlich erhöhen. Ein empfehlenswertes Modell ist das Mangar Badekissen, welches auf www.anfero.com erhältlich ist.

 

Sturzprophylaxe – das war noch nicht alles!

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen einfachen aber teils sehr effektiven Tipps weiterhelfen konnte! Praktisch ist, dass ein Großteil der genannten Vorschläge zur Sturzprophylaxe schnell und einfach umgesetzt werden können.

Bitte beachten Sie aber, dass diese Tipps nur einen kleinen Auszug aus dem Bereich der Sturzprophylaxe darstellen. Auch das Training der eigenen Koordination und Beweglichkeit sind weitere wichtige Säulen der Sturzprophylaxe.

Selbst bei größtmöglicher Optimierung innerhalb der eigenen vier Wände kann ein Sturz niemals ausgeschlossen werden.